• Der europäische Milchmarkt schwächt sich angesichts des steigenden Milchangebots ab
• Die Preise für Käse und Milchpulver stehen unter Abwärtsdruck
• Butter bleibt trotz der verhaltenen Marktstimmung stabil
• Im Proteinsegment halten die Preise auf hohem Niveau und die Nachfrage ist weiterhin stark
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Die europäischen Milchmärkte starten mit gedämpfter Stimmung ins zweite Quartal, da die steigende Milchverfügbarkeit und die geringere Wettbewerbsfähigkeit im Export in vielen Segmenten allmählich Druck auf die Preise ausüben. Während der Bereich Proteine weiterhin stark bleibt, zeigen die meisten anderen Kategorien unter dem Einfluss des steigenden Angebots Anzeichen einer Abschwächung.
Der Markt gerät mit dem Einsetzen des saisonalen Anstiegs der Milchproduktion zunehmend aus dem Gleichgewicht, was die Verkäufer zu verstärkter Aktivität zwingt, während die Käufer eine vorsichtigere und abwartendere Haltung einnehmen.
Milchpulver
Der Markt für Magermilchpulver zeigt nach einer Phase relativer Stabilität erste Anzeichen einer Abschwächung. Die Preise sind leicht gesunken, insbesondere im Lebensmittelsegment, wo sich die Handelsnotierungen bei 2650 EUR/MT einpendelten. Die früheren Versorgungsengpässe lassen dank der hohen Produktion, die auf die gute Milchverfügbarkeit zurückzuführen ist, allmählich nach.
Das Futtermittelsegment entwickelt sich ähnlich wie das Lebensmittelssegment, mit geringen Preisunterschieden. Die Nachfrage ist weiterhin vorhanden, aber nicht aggressiv, und die Käufer bauen ihre Terminpositionen zunehmend vorsichtiger auf.
AuchVollmilchpulver steht aufgrund der verbesserten Verfügbarkeit in Europa und der schwächeren globalen Stimmung leicht unter Druck. Der Markt zeigt keine abrupten Korrekturen, es fehlen jedoch deutliche Wachstumsfaktoren.
Käse
Der Käsemarkt beginnt sich umzukehren, und das zweite Quartal startet deutlich schwächer als das starke erste Quartal. Eine höhere Produktion und eine geringere Wettbewerbsfähigkeit im Export verändern das Marktgleichgewicht und zwingen einen Teil der Verkäufer zu aktiverem Verkauf.
Die Gouda -Preise sind unter Druck geraten und bewegen sich derzeit näher an 3500 EUR/MT. Die Käufer halten sich mit ihren Einkäufen zurück, da sie weitere Preisrückgänge erwarten.
AuchMozzarella ist billiger geworden, und die europäischen Preise liegen bei etwa 3450–3500 EUR/MT. Die hohe Produktion hat den Verkaufsdruck bei schwächerer Exportnachfrage erhöht.
Cheddar bleibt relativ stabil, allerdings bei deutlich schwächerer Marktstimmung. Die saisonale Produktion in Europa sowie wettbewerbsfähige Preise aus den USA schränken das Aufwärtspotenzial ein.
Emmentaler geriet nach einer kurzen Erholungsphase erneut unter Druck, als die Käufer begannen, günstigere Alternativen zu wählen.
Fette
Der Butter markt bleibt relativ stabil, auch wenn die Stimmung weiterhin verhalten ist. Die Verfügbarkeit von Rahm bleibt dank des erhöhten Milchangebots und des Drucks auf die Verarbeitungskapazitäten hoch.
Die Käufer sind kurzfristig gut abgesichert und zeigen keine große Kaufbereitschaft, was die Preise in einer Seitwärtsbewegung hält.
Flüssigkeiten
Der Markt für Flüssigprodukte steht weiterhin unter dem Druck des hohen Milchangebots. Die Sahnepreise sind zu Beginn der Woche gefallen, haben sich aber später wieder erholt.
Die Spotpreise für Milch bleiben auf einem sehr niedrigen Niveau, was das anhaltende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Verarbeitungskapazitäten verdeutlicht.
Magermilchkonzentrat ist im Vergleich zu den Vorwochen teurer geworden, und es ist zunehmend von Preisen um die 1000 EUR/MT die Rede.
Molke und Proteine
Der Molkemarkt sendet gemischte Signale. Die Preise im Futtermittelsegment sind leicht gesunken, doch das allgemeine Preisniveau bleibt aufgrund begrenzter Trocknungskapazitäten und einer stabilen Nachfrage relativ stark.
Die Preisefür Molkenkonzentrate schwanken weiterhin, und die Produktion konzentriert sich nach wie vor auf rentablere Produkte wie WPC80 und WPI.
Das Proteinsegment bleibt der stärkste Teil des Marktes. Die Preise für WPC80 liegen weiterhin bei oder über 20.000 EUR/MT, während WPI 25.000 EUR/MT übersteigt. Die Nachfrage übersteigt weiterhin das Angebot.
![Der europäische Milchmarkt unter dem Druck eines steigenden Milchangebots [Ausgabe 305 des Foodcom DAIRY Newsletters] Der europäische Milchmarkt unter dem Druck eines steigenden Milchangebots [Ausgabe 305 des Foodcom DAIRY Newsletters]](https://foodcom.pl/wp-content/uploads/2023/08/Dairy_Newsletter-1520x760.jpg)

