World News: Getreideschiffe meiden das Rote Meer inmitten eskalierender Angriffe

Autor
Foodcom Experts
22.01.2024
World News: Getreideschiffe meiden das Rote Meer inmitten eskalierender Angriffe
Zusammenfassung
Inhaltsübersicht
  • Die Angriffe auf das Rote Meer zwingen die Getreideladungen, das Kap der Guten Hoffnung dem Suezkanal vorzuziehen.
  • Die anhaltenden Angriffe der Houthi zwingen immer mehr Getreidefrachter dazu, das Rote Meer zu meiden.
  • Etwa 3 Millionen der üblichen 7 Millionen Tonnen pro Monat werden vom Suezkanal umgeleitet, wobei die Umleitungsraten von 20% auf 45% gestiegen sind.

Verlagerung der Routen inmitten der Angriffe auf das Rote Meer

Nach Angaben von Getreide Händlern und Analysten haben die jüngsten Angriffe auf die Schifffahrt im Roten Meer dazu geführt, dass die Zahl der Getreideladungen, die um das Kap der Guten Hoffnung statt durch den Suezkanal fahren, deutlich gestiegen ist. Trotz anfänglicher Erwartungen, dass die meisten Getreideladungen weiterhin den Suezkanal benutzen würden, haben die anhaltenden Angriffe der vom Iran unterstützten Houthi-Miliz zu einer Verlagerung der Schifffahrtsrouten geführt.

Eskalierende Umleitungen und Auswirkungen auf die Industrie

Analysten und Getreidehändler haben festgestellt, dass die Angriffe, die auch nach den von den USA geführten Luftangriffen auf Houthi-Stellungen im Jemen dauern, immer mehr Massengutfrachter mit Getreide zwingen, das Rote Meer zu umfahren. Ishan Bhanu, Senior Analyst für Agrarrohstoffe bei Kpler, einem Datenanbieter und Analystenhaus, stellte fest, dass etwa 3 Millionen Tonnen der üblichen 7 Millionen Tonnen pro Monat, die den Suezkanal passieren, umgeleitet wurden. In dieser Woche stieg der Anteil der Schiffe, die das Rote Meer meiden, von 20% auf 45%.

Am Freitag identifizierte Kpler weitere 18 Schiffe mit insgesamt rund 1 Million Tonnen Getreide. Insbesondere ein Schiff, das Sojabohnen aus den USA nach China transportierte, hatte Ägypten erreicht und beschlossen, vor der Einfahrt in den Suezkanal umzukehren.

Nach Angaben der Welthandelsorganisation sind die Weizenlieferungen durch den Suezkanal in der ersten Jahreshälfte um fast 40% auf 0,5 Millionen Tonnen zurückgegangen. Die jüngste Eskalation der Umwege hat die Besorgnis von Branchenexperten verstärkt.

Die Situation verdeutlicht die wirtschaftlichen Auswirkungen der regionalen Instabilität auf die globalen Handelswege und beeinträchtigt die Effizienz des Suezkanals, der eine wichtige Verbindung zwischen Europa und Asien darstellt. Während die Schifffahrtsbranche mit diesen Herausforderungen zu kämpfen hat, werden die laufenden Entwicklungen in der Region des Roten Meeres weiterhin die Entscheidungen von Getreideverladern und -händlern gleichermaßen beeinflussen.

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