Lebensmittelkennzeichnung – was sollten wir über Zutaten und Allergene wissen?

alicja_kapiszka
Autor
mgr inż. Alicja Kapiszka
02.04.2025
4 min Lesen
Lebensmittelkennzeichnung – was sollten wir über Zutaten und Allergene wissen?
Zusammenfassung
Inhaltsübersicht
  • Das bewusste Lesen von Etiketten ist eine Schlüsselkompetenz, um auf Ihre Gesundheit zu achten, insbesondere bei Allergien und ernährungsbedingten Krankheiten.
  • Hersteller verwenden oft Marketingtricks und versteckte Zutaten, die Verbraucher in die Irre führen können.
  • Das Verständnis von Nährwerten und Etiketten (wie RWS oder Nutri-Score) hilft dabei, bessere Ernährungsentscheidungen zu treffen.
  • Neue Technologien und Vorschriften sorgen für mehr Transparenz und unterstützen Verbraucher bei ihren täglichen Entscheidungen.

In der modernen Welt ist die Fähigkeit, Etiketten zu lesen, zu einer wichtigen Gesundheitskompetenz geworden. Nach einer Untersuchung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geben mehr als 60 % der Verbraucher an, dass sie die Etiketten von Lebensmitteln lesen. Allerdings verstehen nur 30 % sie vollständig. Diese Wissenslücke kann schwerwiegende Folgen für unsere Gesundheit haben. Insbesondere im Zusammenhang mit Lebensmittelallergien und ernährungsbedingten Krankheiten.

Das Lebensmittelrecht in der Europäischen Union bietet einen gewissen Schutz für die Verbraucher. Die Hersteller nutzen oft Schlupflöcher und Marketingtricks aus. So erschwert beispielsweise die Verwendung verschiedener Namen für ein und dieselbe Zutat (Zucker kann unter 56 verschiedenen Namen auftreten) eine informierte Entscheidung. Es ist wichtig, dass der Verbraucher ein Grundwissen darüber hat, wie er Nährwertangaben interpretieren kann.

Tieferer Einblick in die Zusammensetzung von Produkten

Bei der Analyse der Zutatenliste lohnt es sich, auf die Reihenfolge der Zutaten, aber auch auf die Qualität der verwendeten Bestandteile zu achten. Produkte mit Zutaten, deren Namen wir nicht entziffern können, sollten unsere Wachsamkeit wecken. So kann zum Beispiel „hydrolysiertes pflanzliches Eiweiß“ Sojaprotein bedeuten. Dies ist ein häufiges Allergen. Natürliche Aromen können versteckte Quellen von Gluten enthalten.

Die Hersteller werben auf den Verpackungen mit Slogans wie „enthält Vitamine“ oder „reich an Ballaststoffen“, während das Produkt gleichzeitig voller Zucker und gesättigter Fette ist. Verbraucherstudien zeigen, dass bis zu 70 % der Käufer durch solche Behauptungen in die Irre geführt werden.

Głębsze spojrzenie na skład produktów

Nährwert – wie sind die Daten zu interpretieren?

Es lohnt sich, die Nährwertangaben im Zusammenhang mit dem täglichen Bedarf zu lesen. Die prozentualen RWS-Werte (Reference Intake Values) helfen bei der Beurteilung, wie ein Produkt in unsere tägliche Ernährung passt. Wenn ein Produkt beispielsweise 30 % des täglichen Salzbedarfs enthält, sollte es als natriumreich gelten und in Maßen verzehrt werden.

Interessanterweise erwägt die Europäische Kommission, ab 2022 ein zusätzliches System für die Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung (FOPNL) einzuführen, ähnlich dem französischen Nutri-Score-System. Ein solches System würde darauf abzielen, die Nährwertangaben für den Durchschnittsverbraucher noch einfacher zu gestalten.

Allergene – nicht nur eine Liste von 14 Zutaten

In dem Gesetz sind 14 Hauptallergene aufgeführt. Es sei daran erinnert, dass die Liste der potenziellen Lebensmittelallergene viel länger ist. Allergien gegen weniger gängige Zutaten wie Mais, Fleisch oder bestimmte Früchte treten immer häufiger auf. Die Hersteller verwenden manchmal Formulierungen wie „kann Spuren enthalten von…“. Dies weist auf die Möglichkeit einer Kreuzkontamination während des Produktionsprozesses hin. Für Menschen mit schweren Allergien können selbst solche Spuren gefährlich sein.

Ein neuer Trend ist die Kennzeichnung von Produkten als „frei von“. Dies ist besonders wichtig für Menschen mit Zöliakie oder schweren Allergien. Aber auch bei solchen Kennzeichnungen ist Wachsamkeit geboten. Studien zeigen, dass etwa 5 % der als „glutenfrei“ gekennzeichneten Produkte Spuren von Gluten enthalten können.

Lebensmittelzusatzstoffe – zwischen Notwendigkeit und Kontroverse

Das Thema der Lebensmittelzusatzstoffe (E-Zusatzstoffe) weckt viele Emotionen. Es ist erwähnenswert, dass alle zugelassenen Zusatzstoffe strengen Sicherheitstests unterzogen wurden. Das Problem besteht darin, dass wir im Laufe des Tages viele verschiedene Zusatzstoffe zu uns nehmen, deren kombinierte Wirkung schwer vorhersehbar sein kann.

Einige Länder haben zusätzliche Beschränkungen erlassen. Österreich zum Beispiel hat die Verwendung bestimmter Farbstoffe in Kinderprodukten verboten. In der EU sind sie noch erlaubt. Dies zeigt, dass selbst unter Experten keine vollständige Einigkeit über die Sicherheit aller Zusatzstoffe besteht.

Neue Trends bei der Lebensmittelkennzeichnung

In den letzten Jahren haben sich mehrere wichtige Trends bei der Lebensmittelkennzeichnung abgezeichnet. Immer mehr Hersteller entscheiden sich dafür, die Anzahl der Zutaten zu minimieren und künstliche Zusatzstoffe zu vermeiden. Auch Bio-Kennzeichnungen werden immer beliebter. Sie geben Auskunft über den CO2-Fußabdruck oder die Umweltauswirkungen eines Produkts.

Erwähnenswert ist auch die Entwicklung von Technologien zum Lesen von Etiketten. Einige Einzelhandelsketten führen QR-Code-Systeme ein. Wenn sie gescannt werden, liefern sie Produktinformationen. Es werden auch spezialisierte mobile Anwendungen entwickelt, die die Zusammensetzung von Produkten analysieren. Diese bewerten den Nährwert für den Verbraucher.

Praktische Ratschläge für Verbraucher

Um ein informierter Verbraucher zu werden, sollten einige einfache Regeln beachtet werden:

  1. Lesen Sie beim Einkaufen immer zuerst die Zutatenliste – je kürzer, desto besser.
  2. Vergleichen Sie ähnliche Produkte hinsichtlich des Zucker-, Salz- und Fettgehalts miteinander.
  3. Lassen Sie sich nicht von Werbesprüchen auf der Vorderseite von Verpackungen täuschen.
  4. Nutzen Sie Apps zum Scannen von Etiketten.
  5. Aktualisieren Sie regelmäßig Ihr Wissen über Ernährung und neue Rezepte.

Denken Sie daran, dass unsere Entscheidungen eine Investition in unsere Gesundheit sind. Im Zeitalter der zunehmenden Zivilisationskrankheiten wird die Fähigkeit, Etiketten zu lesen, immer wichtiger. Es lohnt sich, diesem Thema die Aufmerksamkeit zu widmen, die es verdient.

Praktyczne porady dla konsumentów

Die Zukunft der Lebensmittelkennzeichnung

In den nächsten Jahren sind weitere Änderungen der Etikettierungsvorschriften zu erwarten. Die Europäische Kommission arbeitet an einer Harmonisierung der Kennzeichnungssysteme in der EU. Dies dürfte es den Verbrauchern leichter machen, eine gesunde Wahl zu treffen. Es ist auch von einer Verpflichtung die Rede, auf der Verpackung vor einem hohen Gehalt an Zucker, Salz oder gesättigten Fettsäuren zu warnen.

Bis diese Änderungen umgesetzt sind, bleiben unsere Wachsamkeit und unser Wissen die wichtigsten Hilfsmittel bei unserem täglichen Lebensmitteleinkauf. Es lohnt sich also, das Lesen von Etiketten nicht als lästige Pflicht zu betrachten, sondern als Teil der eigenen Gesundheitsvorsorge.

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