Frachtausfall – was ist das?
Frachtausfall ist eine Gebühr, die vom Frachtführer erhoben wird, wenn der Versender eine bestimmte Menge an Frachtraum reserviert hat, aber nicht die volle Menge an Waren geliefert hat. Diese Kosten können beim See-, Luft-, Straßen- oder Schienentransport anfallen, insbesondere bei Festbuchungen oder langfristigen Verträgen. In diesem Fall hat der Frachtführer Anspruch auf eine Vergütung für den ungenutzten Frachtraum, da dieser nicht für andere Sendungen genutzt werden kann und somit potenzielle Einnahmen reduziert werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wann wird Leergut berechnet?
Leergut entsteht beim Transport, wenn der Versender mehr Platz reserviert, als er tatsächlich nutzen wird. Bei der Seefracht ist dies beispielsweise der Fall, wenn ein voller Container (FCL) oder ein bestimmter Teil einer Teilladung (LCL) reserviert wurde, aber nicht die gesamte Frachtmenge geliefert wurde. In der Luftfahrt geschieht dies, wenn eine Fluggesellschaft eine Buchung annimmt, der Versender jedoch nicht alle Waren liefert. Ähnlich verhält es sich im Straßen- und Schienenverkehr, wenn ein voller LKW (FTL) oder Waggons gebucht werden, der verfügbare Platz jedoch nicht genutzt wird.
2. Wie wird die Leergutgebühr berechnet?
Die Leergutgebühr hängt vom Beförderungsvertrag ab. Sie kann für fehlenden Platz in Kubikmetern (m³) oder Quadratmetern (m²), für nicht geliefertes Gewicht (Tonnen, Kilogramm) oder als im Vertrag festgelegte feste Gebühr berechnet werden. Dieser Betrag entschädigt den Frachtführer für den Verlust von Einnahmen, die er durch den Transport anderer Ladungen hätte erzielen können.
3. Wie lassen sich Kosten für Leerfracht vermeiden?
Das Wichtigste ist, die Sendungen genau zu planen, damit der gesamte reservierte Platz auch tatsächlich genutzt wird. Es lohnt sich, mit dem Frachtführer flexible Vertragsbedingungen auszuhandeln, die es Ihnen ermöglichen, die Buchung zu ändern oder zu stornieren, wenn sich herausstellt, dass die tatsächliche Frachtmenge geringer ist. Wenn Sie mit dem Frachtführer in ständigem Kontakt bleiben und ihn frühzeitig über Änderungen informieren, können Sie auch Strafen vermeiden.
4. Welche Folgen hat eine Leerfracht?
Fracht ohne Ladung verursacht zusätzliche Kosten für die Verlader und kann auch zu Problemen in der Beziehung zum Frachtführer führen, was die zukünftige Zusammenarbeit erschwert. Für den Frachtführer bedeutet dies einen potenziellen Einkommensverlust, die Notwendigkeit, Routen neu zu organisieren, und eine weniger effiziente Nutzung der Ressourcen.
5. In welchen Branchen tritt das Problem der Fracht ohne Ladung am häufigsten auf?
E-Commerce und Einzelhandel haben häufig mit toter Fracht zu kämpfen, da die schwankende Nachfrage nach Frachtraum zu ungenutzten Buchungen führen kann. In der Schwerindustrie können Produktionsverzögerungen dazu führen, dass ganze Warenchargen nicht geliefert werden. Beim Transport von Lebensmitteln hingegen können logistische Probleme wie eine kurze Haltbarkeit der Produkte zu Leerfrachten führen.